Taucheinsatz im Donaudurchbruch bei Weltenburg
Kelheim 03.06.2017 – Die Bergungstaucher des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband (OV) Landshut unterstützen die höheren Naturschutzbehörden Niederbayern und Oberpfalz bei der Suche nach der Donaukahnschnecke in der bekannten „Weltenburger Enge“.
Der Donauabschnitt „Weltenburger Enge“ beherbergt nicht nur einige seltene Fischarten wie den Sterlet, sondern auch seltene Wassertiere wie die Donaukahnschnecke (Theodoxus danubialis). Sie steht auf der Roten Liste bedrohter Tierarten und gilt seit über 10 Jahren als verschollen. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Vorkommens für den bayerischen Artenschutz und den Schutzzweck des Naturschutzgebietes war es aus Sicht der höheren Naturschutzbehörden angebracht nach dieser Schneckenart intensiv zu suchen.

Die Bergungstaucher des OV Landshut machten sich früh morgens auf den Weg an die Donau. Unterstützt wurden sie von der ortsansässigen Fachgruppe Wassergefahren des OV Kelheim, welche die Taucher mittels eines Mehrzweckarbeitsboots an die verschiedenen Tauchstellen im Donaudurchbruch transportierte. In mehreren Tauchgängen wurden Gesteinsproben aus der Donau an die Wasseroberfläche verbracht, welche dann von den anwesenden Biologen der Naturschutzbehörde in Augenschein genommen wurden.

Aufgrund der gewonnen Daten können Rückschlüsse über die Entwicklung der Donau gezogen und der natürliche Zustand der Gewässer beurteilt werden. Da Tauchgänge an diesem Teil der Donau nicht alltäglich sind, wurden die Untersuchungen auch von einem Filmteam des BR Fernsehen begleitet.

Nicht nur bei solchen Aktion kommen die Bergungstaucher des Technischen Hilfswerks zum Einsatz. Die besonders für Bergungseinsätze ausgebildeten Unterwasserspezialisten werden unter anderem zum Heben von versunkenen Fahrzeugen, bei Reparaturen an Wasserkraftwerken oder Kläranlagen, aber auch bei der Beseitigung von Hindernissen in Flussläufen alarmiert.

Bericht: André Lüdtke
Bilder: THW Landshut