Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen

Am 20.10.2008 begann erneut für ca. 25 Junghelfer/Einsteiger die halbjährige Grundausbildung zum Helfer. Unter Aufsicht unserer strengen, aber auch lieben Ausbildungsbeauftragten Nadine Estermann und Sascha Hofstetter, haben wir fleißig in der Praxis und Theorie aufgepasst und uns (hoffentlich) das Meiste gemerkt.

In den ersten Stunden hatten wir das Thema „Sprechfunk/Nachrichtenübermittlung“. Der theoretische Teil war sehr lehrreich. Funkgeräte, die nicht mehr funktionierten oder aus der Zeit der Entstehung des THW’s kamen, durften wir begutachten und uns wundern, wie man mit solch einem Gerät kommunizieren konnte/kann.

Nach der Theorie durften wir die Funktechnik auch selbst ausprobieren. In Gruppen aufgeteilt, ging es in die verschiedensten Richtungen, manche weiter weg, manche weniger weit entfernt. Es kam auch vor, dass man an der Landkreisgrenze zu Mühldorf vergessen wurde und so erst nach 8 Stunden wieder im Ortsverband Ergolding eingetroffen ist.
Bei einigen kam es auch zu unangenehmen Begegnungen.
Nachdem einem Kameraden die Landkarte zum Lesen gegeben wurde, ist man doch promt in ein Feld gefahren und kommt aus dem Dreck und Matsch nicht mehr heraus. Zwei engagierte THW-Mädls haben dann versucht, jemanden aufzutreiben, der Hilfe leisten kann.
Sie haben auch jemanden gefunden – es war nur der Hauptmann der Feuerwehrwache in diesem Dorf…

Weiterhin haben wir auch noch gezeigt bekommen, wie wir mit Leinen und Spanngurten Hölzer verbinden, und es wurden uns die Grundlagen der Rettungsmethoden (Vorgehensweise u.a.) mit den dazugehörigen Rettungsmitteln beigebracht.
Zusätzlich durften wir an einem Samstag verschiedene Methoden ausprobieren, wie man verschüttete Menschen birgt. Dabei gab es auch den sog. Kriechgang, der gleichzeitig einer möglichen Teamprüfung entsprach.

Am 17.01.09 haben wir im OV Ergolding alles über die Benutzung von Greifzug, Hebekissen, Hydropresse, Kettenzug etc. gelernt.
In der Praxis durften wir dabei einen Kipper mit dem Greifzug ziehen, was sich für die Mädels als schwierig erwies, da man dazu sehr viel Kraft benötigt, aber wozu gibt es denn hilfsbereite, kräftige THW-Kollegen!
Des Weiteren wurden wir noch in Holz- und Gesteinsbearbeitung ausgebildet.

Am 06.02.09 ging´s für 3 Tage Ausbildung in Landesausbildungsstätte Götschen.
Dort haben wir mit Spiel und Spaß die Gefahren an Einsatzsstellen zusammen herausgefunden und überlegt, wie wir uns am besten bei extremen Wetterbedingungen verhalten sollen.
Mit Regenrinnen, kleinen Fußbällen und unseren genialen Einfällen haben wir auch gelernt, zusammen zu arbeiten – als Team mit „Anführer“.
Neben der ganzen Theorie wurde auch am Abend gemütlich im Aufenthaltsraum geplaudert.

An einem Montag wurde uns vom 1 und 2 TZ der Umgang mit Schere und Spreizer gelernt. Im Großen und Ganzen nicht schwer, nur die Steckkupplungen der Schläuche bereiteten Einigen von uns gewisse Schwierigkeiten.

Des Weiteren haben wir gelernt, wie wir eine Einsatzstelle richtig ausleuchten, damit keine Schattenstellen am Einsatzort entstehen. Die Handhabung von Pumpen, wie man sie richtig einsetzt und sichert, wurde uns auch gezeigt. Jetzt wissen wir, dass wir die Pumpen immer am Seil ins Wasser lassen müssen, nicht wie gewisse Leute, die sie einfach hineinschmeißen…

Am 09.03 begann dann die Ausbildung zum Aufstellen, Sichern und begehen von Leitern und Deichverteidigung.
Uns wurde am darauf folgenden Samstag die verschiedenen Sicherungen bei den Leitern in der Praxis beigebracht – Kopf- und Fußpunktsicherung mit Querriegel, Helfer etc.

Am 28.03.09 wiederholten wir die ganze Praxis. Normalerweise hätte jeder Helfer bis ungefähr 16:00 Uhr für alle Stationen und Aufgaben gebraucht, doch es gab auch welche, die vor Mittag schon nichts mehr zu tun hatten… Ging alles im Schnelldurchlauf und trotzdem war fast alles richtig.

Am folgenden Montag wurde die Theorie wiederholt. Wir stellten noch ungeklärte Fragen und machten ein paar Prüfungsbögen durch.
Das hätte dann auch reichen sollen – und hat es auch!

Am Prüfungstag (04.04.09) haben alle GA-Teilnehmer die Theorie bestanden.
Die Praxis haben fast alle bestanden.

Anschließend an die Prüfung wurden uns Urkunden zur bestandenen Grundausbildung überreicht und zur Teilnahme an der Sprechfunkausbildung.
Nach den ganzen Strapazen des Tages wurde noch gemütlich gegrillt.

Einerseits sind wir erleichtert, dass wir den ganzen Stress und die Aufregung hinter uns haben, andererseits ist es sehr schade, dass die Grundausbildung vorbei ist.
Trotz aller Strapazen war es immer ein großer Spaß!

Danke an die beiden Ausbildungsbeauftragten und alle Helfer und Führungskräfte, die uns durch die Ausbildung begleitet haben und uns viel beibrachten!

War super mit euch allen!

Bericht: Stefanie Buron - red