Taucher finden historische Brückenteile
Bei einem Tauchgang zur Untersuchung der Isarspundwand beim Kaiserhof wurde von den Landshuter Bergungstauchern ein kleiner kunstvoll verzierter Eisenstempen gefunden. Die Zugehörigkeit konnte zunächst nicht geklärt werden. Bei einem Vortrag im Bauzunfthaus wurde das gefundene Eisenstück vom Stadtarchivar Gerhard Tausche als Teil des Brückengeländers der zum Ende des zweiten Weltkrieges gesprengten Isarbrücke identifiziert werden.

Seit über 500 Jahren steht in Landshut ein Übergang über die Isar. Zwischen den 15 und 19 Jahrhundert wurde der Übergang durch eine Holzbrücke sichergestellt. Im Jahre 1901, am Tag des 80sten Geburtstags des Prinzregenten Luitpold, wurde die neue Landshuter Brücke eingeweiht. Im späteren Verlauf sollte sogar der Namensgeber selbst über die Brücke spazieren können.
In den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkrieges wurde die Brücke von angehörigen der SS gesprengt um die vorrückenden Amerikaner aufzuhalten. Während der 1950er Jahre wurde die nunmehr dritte Isarbrücke gebaut und ist bisher erhalten.

Die Taucher des THW Landshut haben in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk einen Teil der historischen zweiten Brücke während einer Liveübertragung gehoben. Während der nächsten Monate sollen zusammen mit dem Stadtarchiv weitere Teile aus der Isar geborgen werden und für alle Interessenten zugänglich im Landshuter Stadtmuseum ausgestellt werden. Das Bayerische Fernsehen wird darüber eine kleine Reportage machen.

Bericht und Bilder: Stefan Huber