Hohe Auszeichnungen für vier THW'ler
Bei der Ehrungsveranstaltung im historischen Salzstadel der Stadt Landshut zeichnete THW Präsident Albrecht Broemme die Landshuter Michael Forster und Ernst Eck mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze, Geschäftsführer Helmut Königbauer mit dem THW-Ehrenzeichen in Silber und den Landshuter Ortsbeauftragten Rudolf Skalitzky mit dem THW-Ehrenzeichen in Gold aus.

Über 210 Gäste füllten den Salzstadel am Samstagmorgen um verdiente Helfer des Ortsverbandes zu ehren. Präsident Albrecht Broemme freute sich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in Landshut Gast sein zu dürfen. Nach der Landshuter Hochzeit war er gerne gekommen um die Ehrungen vorzunehmen. Selten habe er ein so unvollständiges Programm gesehen, sagte Albrecht Broemme in seiner Festrede uns spielte damit auf die beiden Überraschungen an die im späteren Verlauf der Veranstaltung erfolgen sollten.

Mit Ernst Eck begann Albrecht Broemme die Ordenszeremonie. Er hob besonders den Umstand hervor, dass Ernst Eck früher hauptamtlicher Geschäftsführer in Landshut und ein Gründungsmitglied der THW-Landesvereinigung Bayern war. Nach seiner Pensionierung kehrte Ernst Eck ehrenamtlich zum Ortsverband Landshut zurück und wurde zum Vorsitzenden der Vereinigung der Helfer und Förderer gewählt. Er war in dieser Funktion mitverantwortlich bei der Beschaffung von zwei Helmtauchgeräten für die Bergungstaucher des Ortsverbandes und die aktuelle Übernahme eines Abrollkippers von der Stadt Landshut in den Dienst des THW.

Für diese und viele weitere Verdienste wurde Ernst Eck das THW Ehrenzeichen in Bronze verliehen.

Mit Michael Forster wurde ein besonders aktiver Helfer und Leistungsträger des Ortsverbandes Landshut ebenfalls mit dem THW Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Seit 23 Jahren ist Michael Forster aktiv. Vier mal brachte er Hilfe für den Nächsten im Auftrag des THW ins Ausland, zuletzt bei der Sturmkatastrophe "Lothar" in Frankreich. Neben seiner Motivationsfähigkeit jungen Helfern gegenüber liegt die Stärke von Michael Forster besonders im ureigenen "THW-Gen", der Improvisation.

Seine ständige Bereitschaft die Unterkunft die Fahrzeuge und das Equipment des Ortsverbandes in Eigenleistung zu verbessern machen ihn zu einer unverzichtbaren Stütze des THW Landshut. Neben seinen zwei Brüdern, die auch schon den THW-Dienst im Ortsverband Landshut geleistet haben, ist seit diesem Frühjahr die ältere Tochter von Michael Forster aktiv in der Jugendgruppe und folgt damit Großvater und Vater als dritte THW-Generation nach.

Nach dem verdienten Applaus der Anwesenden zeigte sich was Präsident Broemme mit seinen "Fehlern" im Programm meinte. Er rief Helmut Königbauer auf und verlieh dem sichtlich überraschten Geschäftsführer für den Bereich Mühldorf für seine Verdienste das THW-Ehrenzeichen in Silber. "Es gibt immer wieder die Diskussion ob Hauptamtliche im THW ausgezeichnet werden sollen", stellte Albrecht Broemme klar, "aber bei diesen Verdiensten und dieser Einsatzbereitschaft über die täglichen Aufgaben stellt sich die Frage nicht. Kaum jemand habe die Auszeichnung mehr Verdient als Helmut Königbauer".

Seine ständige Ansprechbarkeit zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Belange, Sorgen und Nöte seiner Helferinnen und Helfer im Geschäftsführerbereich Mühldorf zeichnen ihn seit Jahren aus. Auch die Nachwuchsarbeit der THW Jugend unterstützt Helmut Königbauer innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches uneingeschränkt. So organisiert er seit Jahren ein GFB-weites Jugendlager im Stile eines kleinen Landesjugendlagers.

Auch hier war noch nicht das Ende erreicht und Albrecht Broemme konnte die höchste Auszeichnung innerhalb des Technischen Hilfswerkes an den Landshuter Ortsbeauftragten und Landessprecher für Bayern Rudolf Skalitzky vergeben.

Er würdigte damit mehr als nur das 35jährige Engagement für das THW in Landshut sondern auch das überregionale Wirken von Rudi Skalitzky. Seit elf Jahren übernimmt er Verantwortung im Landesverband Bayern als ehrenamtlicher Sprecher für alle bayerischen Ortsverbände und wurde im Jahr 2008 zum stellvertretenden Bundessprecher gewählt. Er ist damit Mitglied in sämtlichen Gremien des THW und damit auch für die Entwicklung einer der modernsten Hilfsorganisationen der Welt verantwortlich. Trotz dieser enormen  Belastung sieht Rudolf Skalitzky seinen Einsatz für die Allgemeinheit und die Mitmenschen als selbstverständliche Bürgerpflicht an. Bereits mit allen Auszeichnungen des THW sowie dem Bundesverdienstkreuz wurden ihm auch schon das bayerische Feuerwehrehrenzeichen und die Bürgermedaillie der Stadt Landshut verliehen.

Oberbürgermeister Hans Rampf hat im Anschluss an die Ordensverleihung noch einmal den hohen Stellenwert der Auszeichnungen hervorgehoben. „Man sieht durch die große Zahl der anwesenden Gäste aus Politik, anderen Hilfsorganisationen und Angehörigen des THW den großen Verdienst der vier Ausgezeichneten“.

Tatsächlich waren neben Oberbürgermeister Hans Rampf, dem stv. Landrat Peter Dreier, MdL Jutta Widmann, dem Vertreter der Regierung von Niederbayern, Bezirkstagspräsidenten Manfred Hölzlein und den Fraktionsvorsitzenden der SPD und BfL Landshut einigen Stadträten und Stiftprobst Bernhard Schömann auch der Ehrenortsbeauftragte und Ehrenbürger der Stadt Landshut Dr. Herbert Huber und viele Vertreter der Leitstelle Landshut, der Feuerwehren aus Stadt und Landkreis, des BRK, der Wasserwacht und den Johannitern sowie der Bundespolizei, der Polizeiinspektion und des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr in den Landshuter Salzstadel um neben den Helferinnen und Helfern aus Landshut sowie den Delegationen von über zehn THW-Ortsverbänden den Geehrten ihren Respekt zu erweisen. Die Führungsebene des THW Bayern war mit Landesbeauftragten Dietmar Löffler und dem Vorsitzenden der THW Landesvereinigung MdB Stephan Mayer in Landshut vertreten.

Bericht und Bilder: Stefan Huber