Sag zum Abschied leise Servus

Der "Alte" geht...

200 Meter von hier begann Alles, und hier ist der historische Salzstadl der Stadt Landshut in dem sich am 25. September 2010 knapp 250 Ehrengäste aus Politik, Behörden, Partnerorganisationen, THW und natürlich Familie und Freunde versammelt haben um Helmut Königbauer in den Ruhestand zu verabschieden.

Seine schulische Ausbildung begann Helmut Königbauer in der Martinsschule, die eben die besagten 200 Meter von hier entfernt liegt. Seine Interessen lagen damals noch nicht beim THW. Über Freunde - die sich alle geschlossen in den Reihen der Gäste befanden - fand er in jungen Jahren zum Ortsverband Landshut und engagierte sich fortan ehrenamtlich beim THW. Das dies sein ganzes weiteres Leben bestimmen sollte, war damals noch nicht abzusehen. 1967, nach fünf ehrenamtlichen Jahren, bewarb sich Helmut Königbauer als Kraftfahrer bei der damaligen THW Geschäftsstelle in Landshut. Nach bestandener Meisterprüfung im KFZ-Handwerk, stand ihm der Weg zum Geschäftsführer offen. Nach einer Zwischenstation in Regensburg leitete er nunmehr sei 13 Jahre höchst erfolgreich den Geschäftsführerbereich Mühldorf und ist der Dienstältester Hauptamtliche im THW. 

Nicht nur in der Bundesanstalt engagiert sich Helmut Königbauer. Zusätzlich zu seiner hohen Belastung als Geschäftsführer brachte er sich ehrenamtlich in den Vorstand der Landesvereinigung Bayern als Schriftführer ein. Der ehemalige Landesvorsitzende und neuer Präsident der Bundesvereinigung MdB Stephan Mayer würdigte zu Beginn der Verabschiedung die Tätigkeiten und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Helmut Königbauer und verlieh ihm im der Hoffnung dass er die neugewonnene Freizeit im Ruhestand in die Arbeit der Landesvereinigung einfließen lassen möge die Ehrennadel in Silber der Fördervereinigung.

Anerkannt als versierter Fachmann seines Metiers ist Helmut Königbauer nicht nur bei den Helfern, Führungskräften und Ortsbeauftragten seines Geschäftsführerbereiches sondern auch bei Kollegen im ganzen Landesverband und bis zur THW Leitung ein stets gefragter und geschätzter Ansprechpartner. Dies hob THW Präsident Albrecht Broemme  in seiner Ansprache hervor. Mit der Verleihung des Ehrenzeichens in Gold, der höchsten Auszeichnung die das THW vergeben kann, zeigt sich die Wertschätzung die man mit Helmut Königbauer verbindet.

Mehr auf die bayerische Art verabschiedete sich die THW Jugend des Geschäftsführerbereiches Mühldorf bei "ihrem" Helmut. Mit Gstanzln, Versen in Mundart, zeigten einige Jugendliche noch einmal stellvertretend ihre Dankbarkeit für das stets offene Ohr das Helmut Königbauer für die Belange der Jugend hatte. Mit großer Begeisterung und vollem Einsatz organisierte er seit Jahren das GFB-weite Jugendlager.

Dankes- und Grußworte, die nicht aus der THW Familie kommen durften nicht fehlen. Hans Rampf, Oberbürgermeister der Stadt Landshut, bedankte sich hier besonders bei Ehefrau Rosmarie Königbauer die nun die Gelegenheit haben wird, viel gemeinsame Zeit nachzuholen.
Für die Hilfsorganisationen fand stellvertretend für alle Bereiche der Kreisbrandrat und Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern Karl Neulinger anerkennende und dankende Worte für die langjährige Zusammenarbeit. Nicht selbstverständlich ist das Rot und Blau miteinander auf einer Welle schwimmen, stellte Neulinger fest und betonte die Wichtigkeit die dahinter steckt. Auch ein paar Anekdoten direkt vom Arbeitsplatz erfuhren die Gäste im Salzstadel von Lorenz Balhuber, also aus belesenem Munde.

Die letzten Worte gehörten aber dem neuen "Rentner". In einer ergreifenden Schlussrede übergab Helmut Königbauer mit dem Staffelstab der Geschäftsstelle Mühldorf symbolisch die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger, ganz nach dem eingravierten Motto "Geh los, gib´s weiter".

Mach´s Gut Helmut...

... der "Neue" kommt.

Mit Klaus Labitzke übernimmt das Zepter in der Geschäftsstelle Mühldorf kein unbekannter im bayerischen THW. Lange Jahre war er als Sachbearbeiter Einsatz und ehrenamtlich im Jugendbereich und der Fachgruppe Wassergefahren in Ingolstadt bevor er nun einen der flächenmäßig gesehen größten Geschäftsführerbereiche übernimmt.
Bei seiner Vorstellungsrede verdeutlichte Klaus Labitzke, dass er keine Angst vor großen Fußstapfen hat sondern sich sehr vorgenommen hat seine eigenen Marken zu setzen und auf dem vorhandenen Fundament aufbauen möchte.
Wir wünschen ihm für seine Tätigkeit immer eine glückliche Hand und alles Gute zusammen mit uns, seinen Helferinnen und Helfern im Geschäftsführerbereich Mühldorf.

Bericht: Stefan Huber
Bilder: Stefan Huber, Paul Emmler jun.