Ehrenzeichen für Rudolf Hattenkofer
11.01.12 Rudolf Hattenkofer erhielt von THW-Präsident Albrecht Broemme für sein Engagement um die THW historische Sammlung das THW-Ehrenzeichen in Bronze.

Neben dem Aufbau und Leitung der "Archivgruppe" des THW bringt sich Rudolf Hattenkofer seit Jahren federführend in die Entwicklung einer bundesweiten STAN für THW-Bergungstaucher ein. Mehrfach entsandte das THW den Bauingenieur nach Katastrophen in Auslandseinsätze zu Erkundungsmissionen oder Projektentwicklung.

Der Ortsverband Landshut gratuliert recht herzlich.

Laudatio der Verleihung des THW-Ehrenzeichens in Bronze an Rudolf Hattenkofer:

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig für unsere Gesellschaft. Jeder Einzelne kann dieses Engagement leisten. Es erfordert Einsatzbereit-schaft, Initiative, Motivation, Idealismus und Kraft. Rudolf Hattenkofer sind diese Charakteristika zu eigen. Im Ortsverband Landshut ist er Fachhelfer. Neben seinen Aufgaben in der THW-historischen Sammlung koordiniert er die Tauchgruppen und ist häufig in Auslandsprojekten tätig. Ihm ist es zu verdanken, dass die Grabstätte des THW-Gründers Otto Lummitzsch gesichert und erhalten werden konnte. Große Anstrengungen hat er unternommen, noch lebende Zeitzeugen aus der Anfangszeit des THW aufzuspüren, zu interviewen und ihre Erkenntnisse zu dokumentieren.

Rudolf Hattenkofer hat die von Gerd Krüger aufgebaute ehemalige „Sammlung Neuhausen“ als „historische Sammlung des THW“ fortge-führt und ihr einen neuen Sinn und eine neue Bedeutung gegeben. Er hat eine leistungsfähige arbeitsteilige Innenstruktur entwickelt, die Grundlage für eine vom Präsidenten unterschriebene Organisationsverfügung darstellte. Außerdem hat er den Impuls zur Gründung eines Fördervereins gegeben. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, die Idee der historischen Sammlung flächenweit durch die Bestellung von regionalen „hS-Beauftragten“ weiter voran zu treiben. Dabei wurden die neuen Bundesländer mit ihrer relativ jungen Geschichte nicht außer Acht gelassen.
Das zukunftsweisende Grundverständnis von Rudolf Hattenkofer besteht darin, die historische Sammlung nicht nur als eine vergangenheitsorientierte Einrichtung für THW-Mitglieder ab 60 Jahren zu betrachten, sondern sie mit aktuellen Ereignissen und Entwicklungen zu verbinden und neuen Zielgruppen zu erschließen. Exemplarisch seien hier die Ausstellungen bei der „Interschutz“, im Paul-Löbe-Haus und beim Bundesjugendlager in Wolfsburg genannt. In Zusammenarbeit mit seinem Heimat-Ortsverband wurden Ausstellungsinseln gefertigt, die Ausstattung, Bekleidung und Einsatzszenarien kombinieren und das damalige THW eindrucksvoll und anschaulich zugleich visualisieren. Die Ausstellungsstücke sind schon zu einer Reihe von Terminen ausgeliehen worden.

Die THW-historische Sammlung ist eine ausschließlich vom Ehrenamt getragene Initiative, die mit geringen Ressourcen einen hohen Output erzielt, und Rudolf Hattenkofer nimmt in ihr eine Führungsposition ein. Darüber hinaus bringt er sich bei den festgelegten Arbeits-, Sor-tierungs- und Räumungsterminen in Hoya, Heiligenhaus und Neuhausen selbst „händisch“ ein. Er ist Motor für alle, die in der historischen Sammlung mitwirken, und ein ausgezeichneter Netzwerker, der auch die wissenschaftliche Arbeit ins Visier nimmt. Bereits in Vorbereitung befindet sich eine Lehrsammlung, die in einer Liegenschaft auf dem Wasserübungsplatz der Bundesschule Hoya die Geschichte des THW für die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer erfahrbar machen soll.

Rudolf Hattenkofer hat sich in besonderer Weise um das THW verdient gemacht. Die Vielfalt seines Engagements und die Unermüdlichkeit seines Einsatzes sind Vorbild für andere. Das Ehrenzeichen in Bronze ist eine Würdigung seiner herausragenden Leistungen und Ausdruck des Dankes für seine unschätzbaren Verdienste.


Bericht: Stefan Huber; THW-Leitung
Bild: THW.de