Ein Abrollkipper zum Geburtstag
Helferverein übergibt dem THW ein lange gewünschtes Fahrzeug „Das THW ist seit 60 Jahren unermüdlich für unsere Stadt im Einsatz“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf beim Jahresempfang. Der Landshuter Ortsverband wurde im September 1952 gegründet.
Offiziell gefeiert wird das 60. Jubiläum zwar erst im Oktober, aber schon am Donnerstagabend gab es ein erstes Geschenk: Ernst Eck, Vorsitzender der THW-Helfervereinigung, übergab einen sogenannten Abrollkipper – einen multifunktional einsetzbaren Lastwagen mit einem Kran und verschiedenen Containern. Möglich sei diese Anschaffung nur durch das Zusammenwirken vieler geworden, sagte Eck. Neben vielen Firmen haben die Stadtwerke dabei entscheidend mitgeholfen: Der Kipper war Teil des Stadtwerke-Fuhrparks und sollte verkauft werden; die Stadtwerke haben den Kipper dem Helferverein zu Dreiviertel des Schätzwerts als Sachspende überlassen.
Nur so sei es möglich gewesen, den Kipper zu erwerben. Dafür zeichnete Eck den Stadtwerkeleiter Armin Bardelle mit der Förderplakette der Helfervereinigung aus. Die THW-Helfer haben das Fahrzeug dann für das THW umgerüstet. In der Sparkassen-Arena konnten die Besucher das neue, mittlerweile THW-blau lackierte Einsatzfahrzeug bestaunen. Die Helfervereinigung unterstützt das THW seit 30 Jahren – vor allem bei der Finanzierung von Vorhaben und der Beschaffung von Ausstattung. Bisher seien dafür knapp 500.000 Euro aufgebracht worden, sagte Eck.

Textunterschrift unter Bild (von der Schlüsselübergabe): Bei der Übergabe des neuen Abrollkippers (von links): Ortsbeauftragter Rudolf Skalitzky, Schirrmeister Paul Emmler jun., Helferverein Vorsitzender Ernst Eck, Stadtwerke-Leiter Armin Bardelle, Oberbürgermeister Hans Rampf und der stellvertretende Landesbeauftragte Dr. Fritz-Helge Voß.

Für den Abrollkipper wurde folgendes Einsatzkonzpet entwickelt:

Der Abrollkipper mit Ladekran ist in erster Linie zur Nachführung von Material in Einsatzfällen gedacht.  Damit können bei größerer Schadenslage in und um Landshut auch mehrere Einsatzstellen versorgt werden, indem man verschiedene Container dafür vorhält. Diese können dann angeliefert und am Einsatzort abgestellt werden, damit die Einsatzkräfte mit dem Container bzw. dessen Ausrüstung arbeiten können. Beispielsweise ein Container für Pumpen und Material, anschließend Sandsäcke mit den offenen Mulden. Es können weitere Einsatzstellen bedient werden, z. B. mit dem EGS zwecks Bau eines Steges.

Für diese Optionen werden folgende Container benötigt.

o    2 Container mit Ladefläche zum Transport für Sand, Sandsäcke usw.

o    1 Container mit offener Ladefläche für Transport Tauchbecken und Palettenware.

o    1 Container für Großschadenslagen mit Pumpen, Schläuchen und Stromkabeln.

o    1 Container für EGS.

o    1 geschlossener Container für Transport jeglicher Materialien, wetterunabhängig und verschließbar.

Dieses Konzept ist zu großen Teilen bereits umgesetzt oder in den Endzügen der Verwirklichung.

Der Kran des Abrollkippers bietet auch die Möglichkeit, durch die Befestigung einer Lichttraverse als Beleuchtungsinstrument für Einsatzstellen zu dienen und ergänzt damit die vorhandene Ausstattung der Fachgruppe Beleuchtung. Dadurch wäre immer der  Kran des MAN der Fachgruppe Wassergefahren im OV für weitere Einsatzzwecke frei.

Der Abrollkipper ist durch seine starre Anhängekupplung für jeden Anhänger des OV und auch fremde als Zugfahrzeug geeignet (z. B. das Containeraggregat mit 40 kVA auf dem Tandem-Anhänger).