Flugunfall am Flugplatz Straubing
Straubing 09.09.2017 – Einsatz für die Bergungstaucher des THW Landshut bei einem Flugunfall am Flugplatz Straubing.
Am 09.09.2017 kam es am Flugplatz Straubing zu einem Flugunfall, bei dem eine einmotorige Maschine aus bisher unbekannten Gründen von der Landebahn abkam und in einen angrenzenden Kiesweiher stürzte. Der Pilot konnte sich leicht verletzt ans Ufer retten. Sofort wurde Großalarm für die Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Straubing, sowie für den Fachberater des THW Straubing ausgelöst.

Da einige Einsatzkräfte bereits vor rund 10 Jahren bei einem ähnlichen Flugunfall dabei waren, wurden kurz nach der Erstalarmierung die Bergungstaucher des THW Landshut nachalarmiert. Sechs Kameraden, darunter zwei Bergungstaucher, machten sich auf den Weg nach Straubing. Ein weiterer Taucher befand sich bereits Privat mit seiner Frau in Straubing. Sie wurden von den Kameraden des Ortsverband Straubing zur Einsatzstelle transportiert und unterstützten bis zum Eintreffen der Helfer aus Landshut die Kameraden aus Straubing. In Absprache zwischen Einsatzleitung und Fachberater wurde zusätzlich der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) mit dem Geräteanhänger Lichtmast des THW Straubing alarmiert.

Nachdem die Bergungstaucher am Einsatzort angekommen waren, wurde sofort mit der Vorbereitung des Taucheinsatzes begonnen. Nach einer kurzen Lageeinweisung durch den Fachberater des THW Straubing und den Kenntnissen aus dem Einsatz im Jahre 2007 wurden die benötigten Gerätschaften in Ufernähe verbracht, um auf insgesamt drei Boote von Feuerwehr und Wasserwacht verladen zu werden. In der Zwischenzeit rüsteten sich ein Bergungstaucher und ein Rettungstaucher für den Einsatz aus.

Als der angeforderte schwere Autokran einsatzbereit war, machte sich unser Bergungstaucher auf den Weg zum versunkenen Flugzeug und befestigte mehrere Rundschlingen an den Flügeln des Luftfahrzeuges. Diese wurden am Haken des Krans befestigt und das Flugzeug langsam zur Wasseroberfläche gezogen. Nachdem das Flugzeug an der Oberfläche sichtbar war, wurde es langsam aus dem Wasser gehoben und auf einer Wiese abgesetzt.

Nach rund einer Stunde war der Bergungseinsatz beendet und es konnten die eingesetzten Gerätschaften zurückgebaut werden. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst, Polizei und Wasserwirtschaftsamt im Einsatz.

Bericht: André Lüdtke
Bilder : THW-Straubing