Rettungsübung einer Person im Wasserkraftwerk Gerlmühle Landshut
Landshut 13.07.2018 - Am Freitag gegen 19:00 Uhr wurden die Bergegruppen des 2. Technischen Zuges durch den Kraftwerksmeister der Stadtwerke Landshut, telefonisch mit folgender Info angefordert: - Verunglückte Person im Einlauf der Turbine Gerlmühle.
- Notarzt vor Ort.
- Person hat Wirbelsäulenschaden und muss liegend durch einen Schacht mit ca. 70x70 cm geborgen werden.
- Tiefe 7-8 m.
Der Zugführer war als erstes am Unglücksort und hat mit dem Kraftwerksmeister eine Lagebesprechung durchgeführt.
Anschließend wurden die Einsatzkräfte in die Lage eingewiesen.

Vier Helfer sind dann mit Absturzsicherung und der bereitgestellten Seilsicherung (Dreibock) die Schachtleiter in den Turbineneinlauf abgestiegen.
Dort fanden sie den Verletzten „Dummy“ am Boden liegend. Ein Rettungsbrett (Spineboard) wurde über Funk angefordert und in den Schacht hinabgelassen. Das Spineboard wurde vorsichtig unter den Verletzten geschoben. Zeitgleich wurde oben am Einstiegsschacht mit Leitern eine Art „Dreibock“ errichtet und ein Höhenrettungsgerät „Rollglies“ montiert. Das Seil wurde in den Schacht hinabgelassen und am Kopfteil des Spineboards befestigt. Daraufhin wurde das Seil nach oben gezogen und das Spineboard von den Helfern gelenkt, damit der Verletzte nicht die Schachtmauer berührt. Oben angekommen haben Helfer die verletzte Person aus dem Schacht gezogen.
Die gleiche Rettungsaktion wurde nochmals mit einem bereitgestellten Dreibockkran, der Stadtwerke Landshut, durchgeführt. Dieser Dreibockkran war eine Erleichterung für die Bergung.
Anschließend wurde die Aktion auch noch mit einer Schleifkorbtrage durchgeführt.

Zum Schluss gab es noch eine Nachbesprechung der Übung, anschließend wurde noch eine Führung durch das Kraftwerk durchgeführt.

Bericht: Ingerl, Heiko –red
Bilder: THW-Landshut