Unterwasserspezialisten ausgebildet
Starnberg, 04.09.2018- 15 THW-Bergungstaucher konnten am vergangenen Freitag die Lehrgangsurkunde in Empfang nehmen und sind jetzt qualifiziert als THW-Bergungstaucher der Stufe 3 (schwere Unterwasserarbeiten).
Sechs Tage lang trainierten die erfahrenen THW-Bergungstaucher den Umgang mit hydraulischen Unterwasserarbeitgeräten, mit der Brennlanze (Sauerstofflanze) und mit den Spül- und Sauggerätschaften  im Starnberger See. Von schwimmenden Arbeitsplattformen starteten die Taucher ihre Arbeitstauchgänge in den Starnberger See. Natürlich immer überwacht und unterstützt durch das Oberflächenteam, bestehend aus Taucheinsatzführer, Operator und Signalmann. Es galt, mit dem Kernbohrgerät Bohrungen in der Tiefe genau so vorzunehmen wie mit der hydraulischen Kettensäge einen ca 40 cm starken Baumstamm abzulängen. Das thermische Trennen von Eisenkonstruktionen und Spundwänden wurde mit der Unterwasser-Brennlanze – einer Miniatur-Sauerstofflanze – fachmännisch erledigt.
Täglich wurden die Arbeitsstationen gewechselt, so dass jeder Teilnehmer an jeder Station tätig wurde. Im Übrigen gab es neben den 14 männlichen Teilnehmern auch eine Bergungstaucherin aus dem THW OV Neu-Ulm. Emmy R. Weidenfeld ist jetzt THW-Bergungstaucherin der Stufe 3 und hat damit die höchste Qualifikationsstufe im THW-Bergungstauchen erreicht.

Durchgeführt wurde der Lehrgang am Taucherausbildungszentrum der Bundeswehr in Starnberg-Percha unter der Leitung von Ewald Korte (Oberstabsfeldwebel und Leiter des Standortes, zugleich IHK-Tauchermeister)  Er bescheinigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen hohen Ausbildungsstand.  Davon überzeugten sich auch der Präsident des THW, Albrecht Broemme, der Lehrgruppenkommandeur Oberstleutnant Naber und die THW-Landesbeauftragten bei Ihrem Besuch in Percha.

Lehrgangsleiter Wolfgang Friebe präsentierte dem hohen Besuch eine bestens ausgebildete und hochmotivierte Mannschaft, die neben den teilnehmenden THW-Helfern auch Lehrgangsteilnehmer der Berliner Feuerwehr, einen Teilnehmer der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz und zwei Einsatzkräfte der Protection Civile aus Luxemburg umfasste. Trainiert wurden die Teilnehmer von erfahrenen ehrenamtlichen THW-Lehrtauchern aus verschiedenen Ortsverbänden unter der Leitung des IHK-Tauchermeisters Korte und Robert Mayer aus dem THW OV Neu-Ulm.

Bericht: THW/ Wolfgang Friebe
Bilder: THW/ Alexander Heynen