Landshuter THW Hilfe in Chile und Haiti

Binnen weniger Wochen erschütterten schwere Erdbeben die Karibik und Südamerkia. Nach dem schweren Erdstößen mit einem Wert von 8,8 auf der Richterskala in Chile fliegen nun drei Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte in die Hauptstadt Santiago.


Zu den Aufgaben der drei Baufachleuten gehört die Analyse und statische Beurteilung der Gebäude. Dazu gehört die Freigabe zum Wiederbezug oder die Markierung zum Abriss der Gebäude. Ein Mitglied des Beraterteams kommt aus dem Ortsverband Landshut.
Der Einsatz wird voraussichtlich 2 Wochen dauern.

Bereits seit zwei Wochen ist ein Helfer des Ortsverbands Landshut im Katastrophengebiet Haiti tätig und unterstützt dort die laufende Trinkwasserersorgung der Bevölkerung durch das THW. Zu den weiteren Aufgaben des Landshuter Helfers gehört die Vorbereitung des Camps auf die Hurricansaison.

Bericht: Stefan Huber
Bilder: THW

Bericht thw.de:
Erdbeben in Chile: Bautechnische Beratung durch das THW
Santiago – 4. März. Nach dem schweren Erdbeben in der Nacht auf vergangenen Samstag in Chile setzen die THW-Experten ihre Hilfsmaßnahmen in der Katastrophenregion fort. Die Aufgaben des Teams bestehen vor allem in der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Santiago und der zu großen Teilen zerstörten Stadt Conceptión.

In Santiago sichert ein THW-Experte die Kommunikationstechnik der Deutschen Botschaft und unterstützt bei der Erstellung der Lage. Die drei Fachberater der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) erkunden gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Botchaft die Schadensausmaße in der rund 400 Kilometer südlich von Santiago gelegenen Stadt Concepción. Vier weitere Baufachexperten des THW werden mit dem Auftrag zur bautechnischen Beratung am Samstag nach Chile aufbrechen.

Das Erdbeben mit der Stärke 8,8 auf der Richterskala hatte am Freitag Chile getroffen und zu schweren Zerstörungen geführt. Im Küstenbereich kam es daraufhin zu Tsunamiwellen von bis zu 2,4 Metern. Am stärksten betroffen sind die Regionen Maule und Bio-Bio. In insgesamt sechs Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Derzeit gehen die chilenischen Behörden von eineinhalb Millionen zerstörten und stark beschädigten Gebäuden aus. Mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen.

Pressemitteilung des BMI:
Erdbeben in Chile: THW leistet weitere humanitäre Hilfe

Nach dem schweren Erdbeben vom vergangenen Samstag in Chile hat Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière eine erste Zwischenbilanz gezogen und für dieses Wochenende weitere humanitäre Hilfen für die Erdbebengebiete des südamerikanischen Staates angekündigt. Das Technische Hilfswerk (THW) leistet im Auftrag des Bundesinnenministeriums weitere Unterstützung in der chilenischen Hauptstadt Santiago und in Concepción. Die Aufgaben des THW liegen in der Durchführung von Erkundungen und der Baufachberatung in den Hauptschadensgebieten. "Erst Haiti, dann Chile ? die jüngsten Erdbeben haben gezeigt, wie wenig berechenbar Naturgewalten sind. Gerade deshalb tut es gut zu wissen, dass die THW-Einsatzkräfte sofort bereit stehen, um im Unglückfall rund um den Globus humanitäre Hilfe zu leisten", sagte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Freitagmittag. Bereits am Tag der Katastrophe hatte das THW ein Expertenteam, darunter einen Koordinierungs xperten, einen Rettungsassistenten und zwei Baufachberater der SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland), in die Katastrophenregion entsandt. In Santiago sichert ein THW-Experte die Kommunikationstechnik der Deutschen Botschaft und unterstützt bei der Erstellung der Lage. Drei THW-Helfer erkunden gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Botschaft die Schadensausmaße in der rund 400 Kilometer südlich von Santiago gelegenen Stadt Concepción. Vier weitere Baufachexperten des THW werden mit dem Auftrag zur bautechnischen Beratung am Samstag nach Chile aufbrechen. Sie führen neben Einsatzmaterial auch einen Stromerzeuger mit sich. "Mit großer Erleichterung und Dankbarkeit habe ich zudem erfahren, dass drei seit Jahren in der chilenischen Stadt Conceptión am Pazifik lebende Wissenschaftler unseres Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie wohlauf sind", fügte der Bundesinnenminister hinzu. Das zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörende Bundesamt für Kartographie und Geodäsie betreibt  zusammen mit Kollegen von der dortigen Universität die geodätische Messstation TIGO (Transportables Integriertes Geodätisches Observatorium). Auch das Observatorium selbst, das mit Erfolg im Rahmen der globalen geodätischen Infrastruktur und für die Unterstützung regionaler geowissenschaftlicher Aufgaben eingesetzt ist, wurde nicht irreparabel zerstört. "Ich hoffe, dass die Funktionsfähigkeit der Station bald wieder hergestellt sein wird und die erfolgreiche Arbeit des Observatoriums in Kooperation mit den Partnern aus Chile fortgesetzt werden kann," so Bundesminister de Maizière abschließend.