Isarleuchten 2010 - Nachtübung für das THW

Am Freitagabend begann für den Ortsverband Landshut die Einsatzübung "Isarleuchten 2010" mit dem Schwerpunkt auf Beleuchtung. Die Einsatzübung sollte im Rahmen der Erstellung des  Ausbildungskonzeptes für die Fachgruppen Beleuchtung stattfinden und wurde so von einem Vertreter der THW Leitung und der Bundesschule begleitet.


In folgendes Szenario wurde Zugführer Fabian Kühn um kurz nach 19:00 Uhr an der Grieserwiese durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Werner Schindler eingewiesen: Nach einem schweren Verkehrsunfall am Kupfereck (Kreuzung B11 / B15) bei dem auch ein PKW in die Isar gefahren war, wurde das THW Landshut von der Einsatzleitung der Feuerwehr alarmiert um das Fahrzeug mit den Bergungstauchern zu lokalisieren und aus dem Fluss zu bergen.  Zur Suche einer weiteren vermissten Person sollte der Flusslauf auf etwa 1,3 Kilometer ausgeleuchtet und abgesucht werden.  Problematisch war, dass zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der Grieserwiese für die nächste Woche beginnende Frühjahrsdult bereits durch Schausteller verbaut war und damit die Einsatzstelle nur durch zwei enge Zufahrtsgassen erreichbar war.

Die Führungsstelle des THW richtete sich sofort bei der Einsatzleitung der Feuerwehr ein um durchgehend eine enge Zusammenarbeit zu gewährleisten. Mit Stefan Simnacher übernahm der zweite Zugführer die direkte Verbindung zwischen der Einsatzleitung des THW und der Feuerwehr. Somit stand Einsatzleiter Werner Schindler ein ständiger Verbindungsmann und Fachberater des THW zur Seite. Sofort wurde durch den Zugtrupp neben den Bergungstauchern und der Fachgruppe Wassergefahren mit einem Sicherungsboot auch die Bergungsgruppen und die beiden Beleuchtungsgruppen angefordert, durch die LUK alarmiert und an die Einsatzstelle beordert.

Zwei Fachgruppen Beleuchtung aus Landshut und Roth bauten mit zwei Lichtmastanhänger und zwölf Stativen mit HQI- und Halogenscheinwerfern eine Gesamtlichtleistung von ca. 40.000 Watt auf. Das Übungsziel, die Isar im Einsatzbereich mit ausreichend Licht zu Versorgen wurde damit erreicht.

Durch die Bergungstaucher konnte der versunkene PKW gefunden und an die Seilwinde  des GKW I angehängt und ans Ufer gezogen werden. Mit dem Kran des MAN der Fachgruppe Wassergefahren wurde der PKW nun aus dem Wasser gehoben und auf einem Abschleppwagen abtransportiert. Parallel dazu wurden beide Uferböschungen durch Suchtrupps begangen.

Gleichzeitig wurde mit der zweiten Phase der Einsatzübung das Szenario ausgeweitet. Ein Folgeunfall mit einem Gefahrgut-LKW auf der Luitpoldbrücke erweiterte den Einsatzauftrag für das THW mit dem sofortigen Aufbau der Ölsperre in Altheim. Dies bedeutete die sofortige Umverlegung eines Großteils der Einsatzkräfte zu einer neuen Schadensstelle.

Vor Ort wurde ein Erkundungstrupp mit schwerem Atemschutz und dem Multiwarngerät 500 Meter vor der eigentlichen Arbeitsstelle installiert. Durch den zuständigen Mitarbeiter der TAL wurde gefordert, dass beide Uferseiten ausgeleuchtet werden müssen. Nach dem Ziehen des Fährseiles wurden die Bedingungen von der Übungsleitung durch das Einrichten eines Gefahrenbereiches erschwert. Die direkt am Ufer grenzenden Arbeiten und das Kuppeln der Ölsperren konnte nur noch mit schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Auch die Motorboote durften nicht mehr verwendet werden.

Der besondere Dank des THW geht an Werner Schindler von der Feuerwehr Landshut für die Stellung der Einsatzleitung,  der Wasserwacht Landshut für die Sicherung der Übung, Herrn Frey vom Fachbereich Umweltschutz, Herrn Lehner vom Wasserwirtschaftsamt, Herrn Färber von der TAL für die Genehmigungen der Übung, der Integrierten Leitstelle und der Polizei Landshut, dem Ortsverband Wörth/Donau für die Stellung von Übungsbeobachtern und an alle Helfer des Ortsverbandes die im Vorfeld diese Übung unterstützt und begleitet haben. Ebenso möchten wir uns bei den Anwohnern der Einsatzstellen für das entgegengebrachte Verständnis bedanken.

Bericht: Stefan Huber
Bilder: Lisa Hlady, Michael Rott, Stefan Huber