THW sichert Ölschutz auf der Isar

Jedes Jahr üben die Helferinnen und Helfer des THW Landshut den fachgerechten und schnellen Aufbau der beiden Ölsperren am Ausgleichsweiher an der B11-Brücke bei Moosburg und am Einlauf des Altheimer Stausees.

Knapp 50 Einsatzkräfte des Ortsverbandes bauten an beiden Einsatzstellen insgesamt 685 Meter Ölsperre in die Isar. Unter der Leitung der Führungskräfte der Fachgruppe Wassergefahren Florian Kräh, Markus Obermeier und Thomas Bergmaier verbauten die fachkundigen Helfer der Fachgruppe zusammen mit der Unterstützung von drei Bergegruppen der Technischen Züge insgesamt 128 Einzelsperrteile.

Übersicht:
Ölsperre Moosburg:
80 m Tauchwandsperre
125 m flexible Expandisperre

Ölsperre Altheim:
230 m Tauchwandsperre
225 m flexible Expandisperre

Die Tauchwandsperren sind drei Meter lange senkrecht stehende Sperrplatten an die beidseitig ein Schwimmkörper befestigt wurde. Diese werden mit abdichtenden Verbindern versehen und aneinander gekuppelt. Diese Tauchwandsperren leiten im Ernstfall das Rohöl in einen Bereich mit geringerer Strömung. Dort wird mit den flexiblen Schlauchsperren ein Auffangbecken gebildet. Von dort können dann Spezialgeräte wie der Mopmatic-Skimmer das an der Wasseroberfläche treibende Öl abtrennen und in eigene Auffangbehälter gepumpt werden.

Für diese Aufgabe haben die Einsatzkräfte des THW im Ernstfall ein Zeitfenster von maximal vier Stunden nach dem Schadensereignis bis sämtliche Aufbauarbeiten abgeschlossen sein müssen. Diese Zeitvorgabe wurde noch bei jeder Übung und bei jeder Witterung eingehalten.
Die Einsatzkräfte des THW Landshut sind für den Ernstfall gerüstet.

Diese jährlichen Ölwehrübungen finden unter Beobachtung des Betreibers (TAL - Transalpine Ölleitungsgesellschaft) der 465 Kilometer langen Förderleitung von Triest nach Ingolstadt statt. Durch diese Pipeline mit einem Durchmesser von einem Meter fließen 35 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr. Dies entspricht einer 100 Prozentigen Deckung des bayerischen Bedarfs. Darüber hinaus werden 55 Prozent Baden-Württembergs und 75 Prozent des Österreichischen Rohölverbrauches durch diese Leitung befördert.

Bericht: Stefan Huber
Bilder: Michael Sepp, Stefan Huber