THW Sprenger lösen Probleme

Einige unlösbare Probleme der Feuerwehr Berghofen und eines ortsansässigen Waldbesitzers mit einem sturmgeschädigten Baum waren für die Sprengruppe des THW Landshut ein willkommenes Übungsobjekt. Die Pappel, mit einem Stammdurchmesser von 1,10m, war während eines Sturmes in ca. 10m Höhe gebrochen.

Das abgebrochene Teil, mit immerhin noch ca. 18m länge, stürzte jedoch nicht zu Boden, es verfing sich annähernd Waagerecht in einer Fichte, die nun ihrerseits zu bersten drohte. An dem stark geneigten Hang,  währe ohne Lebensgefahr, mit herkömmlichen Mitteln, einfach nicht zu machen gewesen. Nach in Augenscheinnahme mit dem Kommandanten der Feuerwehr Berghofen, dem Waldbesitzer, sowie den Sprengberechtigten des THW Landshut, wurde entschieden, die Baumbrücke mit Sprengmitteln zu beseitigen.

Die Feuerwehr Berghofen übernahm die Absperr- und Sicherungsmaßnahmen. Unter kritischen Blicken der Feuerwehrkameraden, sowie vieler Zuschauern, wurde unter Einsatz von etwa 1,2 kg Sprengmaße das Problem fachmännisch und schnell zu Boden gebracht. Die durchwegs positiven Kommentare im Anschluss an die Sprengung haben die Vorgehensweise der Sprengberechtigten bestätigt.
Zu keiner Zeit, während der Vorbereitenden Arbeiten, war Gefahr für Leib und Leben gegeben.

Im Anschluss an die Sprengung, führte der Kommandant der Feuerwehr noch eine Motorsägenausbildung durch, wobei der gesprengte Baum als Übungsobjekt diente.

Das Spektrum der Sprenggruppe des THW Landshut umfasst ein großes Betätigungsfeld.
Kultursprengungen z.B.: Tümpel, Opferbäume, Gräben.
Pyrotechnik z.B.: Schadensdarstellungen für Übungen.
Zugangssprengungen z.B.: Bei Bränden oder zur Bergung verschütteter Personen.
Sprengen unter Wasser: Alle Sprengleute sind ausgebildete Bergungstaucher.
Lawinensprengungen und Eissprengungen.

Bericht: Valentin Bayersdorfer - red.