Einsatz der Bergungstaucher bei einem Flugzeugabsturz am Straubinger Flugplatz
Bei einem missglückten Landemanöver am Straubinger Flugplatz Wallmühle kam ein zweimotoriges Geschäftsflugzeug von der Landebahn ab und stürzte in ein neben dem Flughafengelände befindliches Gewässer. Die Insassen konnten sich nach dem Unglück selbst aus dem Flugzeug befreien und ans Ufer retten. Zur Unterstützung des Ortsverbands Straubing, der mit der Bergung des Flugzeuges beauftragt wurde, wurden die Bergungstaucher des Ortsverbands Landshut alarmiert.

Vor Ort wurden die Landshuter Bergungstaucher durch einen Vertreter der BFU (Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen) an einem baugleichen Flugzeug auf mögliche Befestigungspunkte und Gewichtsschwerpunkte hingewiesen. Dies zeigte sich bei einer Sichtweite unter Wasser von nur knapp einem halben Meter, als sehr hilfreich für die Taucher.

Vor dem Beginn der Bergungsarbeiten wurde durch die örtliche Feuerwehr, eine Ölsperre rund um die Unglücksstelle in dem kleinen See eingebracht.

Durch Pontons der Fachgruppe Wassergefahren des Ortsverbands Straubing wurden die Taucher über die Unglücksstelle gebracht und konnten von dort aus mit Ihrer Arbeit beginnen. Während des gesamten Einsatzes war noch zusätzlich ein Rettungsboot (Mehrzweckboot) des OV Straubing eingesetzt. Insgesamt wurden drei Hebesäcke an dem Flugzeugwrack angebracht und anschließend mit Luft befüllt. Diese erzeugten einen Auftrieb von knapp einer Tonne. Da das Flugzeug nur knapp zwei Tonnen wiegt, reichte dieser Auftrieb aus, das Flugzeug an die Oberfläche zu bringen. Von dort aus wurde es von einem Ponton in Richtung Ufernähe gezogen und von einem schweren Autokran geborgen.

Insgesamt waren von den beiden Ortsverbänden etwa 35 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Neben der Straubinger Wassergefahrengruppe waren noch die Fachgruppe Führung und Kommunikation sowie der Zugtrupp um Zugführer und THW-Einsatzleiter Hans-Peter Schmelber im Einsatz.

Die Arbeiten der Bergungstaucher wurden von Rudolf Hattenkofer und Michael Forster koordiniert.

In den nächsten Tagen wird die Wasserwacht Straubing die Suche nach der Flugzeugspitze fortsetzten.

Die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen klappte ohne Probleme und völlig reibungslos.

OV Landshut:
Einsatzleiter: Rudolf Hattenkofer
Fahrzeuge: MKZ Fachgruppe RuBW, MTW
Besondere Geräte: 3 Hebesäcke: 1x 500 kg, 2x 200kg, Helmtauchgerät mit Unterwasserkamera, Unterwasserfunk

Bericht: Stefan Huber 30.03.2007
Bilder: Stefan Huber, Friedrich Fischer