Taucher finden verlorenes Gerät
Am 04.09.2007 um ca. 8 Uhr wurden die Bergungstaucher vom THW Landshut zu einer Such- und Bergungsaktion in der Isar gerufen. Auf dem Ufergelände des Kernkraftwerks Isar (KKI) wurde zwischen dem Kühlwasserauslauf und dem angrenzenden Wasserkraftwerks Niederaichbach, von einer beauftragen Kranfirma mittels eines 2t schweren Kies- und Schlammrechens der Flussgrund bearbeitet.

Durch einen unglücklichen Umstand klinkte sich der tonnenschwere Rechen samt Kranflasche aus der Drahtseilaufnahme aus. Da die Kranfirma bereits bei der Bergung eines abgestürzten und versunkenen Sportflugzeugs am Straubinger Flugplatz (Bericht vom 30.03.07) erfolgreich mit den Landshuter Bergungstauchern zusammengearbeitet hat, nahm man umgehend Kontakt zum THW Landshut auf. Nach einer kurzen Lagefeststellung am Telefon, wurde die Fachgruppe RuBW und der OV Stab per SMS alarmiert.

Nach freundlicher Begrüßung an der Einsatzstelle durch das Kranpersonal, erkundeten Einsatzleiter Rudolf Hattenkofer und Einsatztaucher Fabian Kühn die Lage und ließen sich von Kranführer die Situation und den versenkten Rechen erklären. Nach der abgesetzten Lagemeldung, an der von stellvertretenden Ortsbeauftragten Michael Saller besetzten THW-Funkzentrale, wurde zügig mit der Vorbereitung des Taucheinsatzes begonnen.

Mit einem vom Betreiber der Anlage freundlicherweise zur Verfügung gestellten größeren Alubootes, wurde der vom Ufer ca. 40m entfernte Suchbereich angesteuert. Nun konnte der eingesetzte Taucher, ausgestattet mit einem durch die Landshuter THW-Helferverein professionellen, oberflächenversorgten Kerby Morgan-Helmtauchgerät, zu Wasser gelassen werden. In acht Meter Wassertiefe, bei nur etwa einem halben Meter Sicht und absoluter Dunkelheit, wurde mittels Leinenmethode mit der Suche begonnen. Bereits nach 5 Minuten konnte der Taucher die Entdeckung, des senkrecht im Flusskies stehenden 2,5m hohen Rechens, an die Bootscrew per Tauchertelefon melden. Anschließend wurde per Anschlagkette der Rechen wieder direkt am Kran angebracht.

Nachdem der Kran den Rechen wieder sicher an Land gehievt hatte, konnte auch der Taucher seine 10kg schweren Tauchhelm abnehmen, und es konnte mit dem Rückbau der Ausrüstung begonnen werden. Nach Meldung der erfolgreichen Bergung an die Funkzentrale, und des Verabschiedens von den Kollegen der Kranfirma, wurde zurück zum Ortsverband verlegt. Um 11.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Ortsverband: THW Landshut, Fachgruppe RuBW
Helferanzahl: 7+1 He
Einsatzleitung: Rudolf Hattenkofer, Fabian Kühn
Ort: Betriebsgelände Kernkraftwerk Isar, Niederaichbach
Fahrzeuge/Geräte: MKW Taucher, Helmtauchgerät


Bericht: Fabian Kühn, red 03.10.2007
Bilder: THW Landshut