Hochwasser im Landkreis Landshut
Immer wieder richten Hochwasser verheerende Schäden an. Der Landkreis Landshut blieb davon jedoch im Großen und Ganzen bis jetzt verschont. Durch umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in den isaraufwärts gelegenen Regionen wird jedoch befürchtet, dass nun das nächste Isarteilstück - nämlich der Landkreis Landshut - schwerer in Mitleidenschaft gezogen wird. Um hier gewappnet zu sein, führte der Brandbezirk Mitte der Brandinspektion des Landkreises Landshut unter der Leitung des örtlichen Einsatzleiters KBI Karl Gruber eine großangelegte Hochwasserschutzübung im Bereich der Gemeinde Bruckberg durch. Über den Tag verteilt wurden 62 Feuerwehren und der THW Ortsverband Landshut in Gruppen eingesetzt, die jeweils vier Stationen durchlaufen mussten. Insgesamt waren knapp 1000 Helferinnen und Helfer der Feuerwehr und 60 des THW an der Übung beteiligt.

Im Einzelnen wurden von den Einsatzkräften das Befüllen von Sandsäcken, der Bau einer Deichauflastung, der Bau einer Quellkade und das Erhöhen der Deichkrone mit Sandsäcke geübt.

Zu den Aufgaben des THW Landshut zählt im Einsatzfall das Verschließen einer Autobahnunterführung im Bereich des Flughafen Ellermühle. Die etwa 35m² große Öffnung wurde mit sandgefüllten BigBag-Säcken verbaut. Diese Einsatzstelle könnte sich bei einem tatsächlichen Hochwasser als Nadelöhr erweisen, da die Zufahrt für Großfahrzeuge nur über die Start- und Landebahn des Flughafens möglich ist.

Teilnehmer der Übung waren neben den eingesetzten Kräften des zweiten Technischen Zuges sowie der Fachgruppen Wassergefahren und Räumen, zwei "Fachberater Deich" des THW Landshut, die als Übungsleiter an zwei der Stationen mit eingesetzt wurden. Außerdem begleiteten zwei Beobachter des OV Simbach den Verlauf der Übung.

Für die Verpflegung an diesem Tag sorgte der Ortsverband Ergolding

Bericht: Stefan Huber
Bilder: Michael Sepp, Stefan Huber (OV Landshut), Matthias Simbürger (OV Ergolding)