Einsatzübung nach Erdbeben
Am Freitagabend wurde das THW Landshut, durch die integrierte Leitstelle Landshut, zu einer Einsatzübung nach einem angenommenen Erdbeben alarmiert. Mitübend an diesem Abend, war auch  das BRK Moosburg, welches von einem Helfer, der in beiden Organisationen tätig ist, in das Geschehen eingebunden wurden. Als unabhängige Beobachter konnten Führungskräfte des THW-Nachbarortsverbands Ergolding gewonnen werden.

Das Übungsszenario stellte den teilweisen Einsturz eines Gebäudes mit vermissten Personen dar. Zugführer Stefan Simnacher fuhr mit mehreren Einsatzfahrzeugen des THW Landshut zum Übungsobjekt, einem stillgelegten Fertigbetonwerk, in Auloh / Gretlmühle. Dort angekommen, wurden die Helfer von Feuer, um Hilfe rufenden Personen und einem lauten Knall begrüßt. Nach der ersten Erkundung, wurde eine, unter einem Eisenträger eingeklemmte Person von den Helfern erstversorgt. Drei Frauen, die im oberen Stock panisch um Hilfe riefen, mussten durch die auffindenden Einsatzkräfte erst einmal beruhigt werden um ein anschließendes verbringen zum Sammelplatz möglich zu machen.  Da eine der Frauen schwanger war, musste mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden. Weitere aufgefundene Personen mussten aus einem Schacht und einem Hochsilo gerettet werden.
Die Rettungsmaßnahmen wurden immer in direkter Zusammenarbeit mit dem BRK Moosburg durchgeführt und anschließend an das Unfallteam des BRK übergeben. Zwischenzeitlich wurde  die Fachgruppe Beleuchtung  zur großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle angefordert. 

Für besondere Aufregung sorgte die Meldung des Werkleiter an die Einsatzleitung, nach der noch eine weitere Person im Gelände vermisst wird. Die sofort in die Wege geleitete Suchaktion  übernahm  die Fachgruppe Wassergefahren, da die Person am nahegelegenen Weiher vermutet wurde. Die verletzte Person konnte nach der Erstversorgung mittels einem Schlauchboot gerettet und an das BRK übergeben werden.
Drei Stunden nach Übungsbeginn waren alle Personen in Sicherheit gebracht und an den Rettungsdienst übergeben worden.

Beim anschließenden gemeinsamen Essen im Ortsverband Landshut konnte noch lange über die Übung gefachsimpelt werden.
Die Ausarbeitung der Übung durch Daniel Angerer, Manfred Thamm und der Fachgruppe Räumen wurde von allen Beteiligten durchwegs gelobt. Das BRK Moosburg hat das realitätsnahe Schminken und die Betreuung der Verletztendarsteller übernommen. Besonders die Auswahl des Übungsobjekts, des stillgelegten Fertigbetonwerks, das dem THW Landshut dankenswerterweise vom Ingenieurbüro Leinhäuptel und Neuber überlassen wurde, war ein Glücksfall. Nur mit solchen Übungen, lassen sich Szenaren darstellen, auf die die Helfer des THW im Einsatzfall jederzeit stoßen können.

Bericht: Daniel Angerer, Paul Emmler jun.; red.
Bilder: Paul Emmler jun.