Ein Wahrzeichen fällt
Am vergangenen Wochenende hatte der altehrwürdige Bergeturm im Übungsgelände des Ortsverbands Landshut seinen letzten Auftritt. Seit knapp zwei Jahren war er wegen Baufälligkeit gesperrt worden. Jetzt diente er noch einmal als Übungsobjekt: für die Fachgruppe Sprengen.
Bereits am Freitag Abend wurden die notwendigen Vorarbeiten an den Tragpfeilern des hölzernen Übungsturms vorgenommen. Ein kleines Element wurde durch ein Vierkantholz ersetzt und an den drei weiteren Stützen wurden Fallschnitte angebracht. Sicherheitshalber wurde der Turm auf zwei Seiten abgespannt.

Am Samstagvormittag  gingen die Einsatzkräfte genau nach dem geplanten Ablauf und den Vorgaben des Einsatzleiters und des Sprengberechtigten vor. Erst wurde Rings um das Übungsgelände ein Sicherheitsabstand von 300 Metern eingerichtet und kontrolliert. -Erst dann brachte der Sprengmeister die beiden Ladungen an. Eine 5 Gramm Zündladung an dem Vierkantholz zur Fallrichtung und die 17 Gramm Hauptladung am hinteren Stützpfeiler.
Nach der obligatorischen Sicherheitsabfrage über Funk und den anschließenden akustischen Signaltönen wurden die beiden Ladungen gezündet. Das Ergebnis zeigte wie robust der Übungsturm vor knapp 25 Jahren durch den damaligen Bergungszug gebaut worden war.  Trotz massiver Schäden durch die Sprengung an zwei der vier Pfeiler und der Fallschnitte an den beiden Anderen stand der Turm noch immer aufrecht. Nun reichte jedoch ein kleiner Schnitt mit der Motorsäge um denn endgültigen Fall einzuleiten.

Im Anschluss daran zerkleinerte das Bergeräumgerät der Fachgruppe Räumen  sowie einige Schnitte mit der Motorsäge die Überreste des Turmes.

Bericht und Bilder: Stefan Huber