Wasser ist nicht gleich Wasser - besonders für Bootsführer des THWs
24.06 - 26.06.2015 - Am letzten Juni Wochenende machte sich die Fachgruppe Wassergefahren (Fg W), aus dem Ortsverband Landshut, mit ihren Booten und Fähroberbau auf den Weg nach Straubing. Hier sollten an zwei Tagen der Betrieb einer Arbeitsplattform (Apla) und der Umgang mit Booten auf der Binnenwasserstraße Donau geübt werden.
Am frühen Freitagabend wurde die Apla aufgebaut und die Boote zu Wasser gelassen. Hierbei unterstützte uns die Fg W aus Straubing, mit der wir an diesen Wochenende auch gemeinsam üben wollten. Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft der Boote und Einweisung in die Gegebenheit des Gewässers, wurden die Boote Oberstrom zum Hafen des Wasser- und Schifffahrtamtes (WSA) verlegt, wo sie über Nacht festgemacht werden konnten. Nachdem unsere Kraftfahrzeuge ebenfalls am Hafen eingetroffen waren, fuhren wir alle gemeinsam gegen 21:00 Uhr zur Unterkunft des THWs nach Straubing. Hier gab es, nach einer kurzen Führung durch den OV und dem anschließenden Beziehen der Schlafplätze, noch Abendessen.
Obwohl die Nacht für einige doch recht kurz ausfiel, stand die Gruppe nach dem Frühstück um 8.00 Uhr einsatzbereit im Hof. Hier arbeitete der OV Straubing eine kleine Übung für ihren Technischen Zug sowie der Fg W aus Straubing und Landshut aus. Aufgabe war, mittels zweier Aplas an einem Schubleichter Material und Personal zu holen bzw. zu bringen.
Also wurden die Boote im WSA Hafen einsatzbereit gemacht. Da die Landshuter Apla und Boote jedoch erst Schleusen mussten und der reguläre Schiffsverkehr Vorrang hat, verzögerte sich unser Eintreffen am Einsatzort ein wenig. Jedoch war allein die Schleusung für die Bootsführer von großem Interesse, da viele dies das letzte Mal vor etlichen Jahren gemacht hatten bzw. noch nie Gelegenheit hatten, mit einer Apla zu schleusen.
Nachdem die an uns gestellten Aufgaben während der Übung abgearbeitet waren, wurden die beiden Arbeitsplattformen zu einer großen zusammengekuppelt und diverse Manöver gefahren.
Am Nachmittag verlegten wir die große Apla wieder Richtung Schleuse und bauten sie für den Schleusenvorgang zu zwei Aplas zurück.
Anschließend folgte die Fahrt Unterstrom, Richtung Bogen, wo die beiden Aplas noch einmal zu einer großen Plattform, diesmal jedoch während der Fahrt, direkt in der Strömung, zusammengebaut wurden. Nach erfolgreicher Aktion wurde noch ein Mannschaftslastwagen darauf verladen und Fahrmanöver mit Last durchgeführt, bevor die Arbeitsplattform aus Straubing komplett ausgebaut und von der Landshuter Arbeitsplattform der Oberbau entfernt wurde. So konnte die Fg W aus Landshut noch Erfahrung im Umgang mit den Ganzpontons sammeln.
Der Abend endete erst wieder gegen 22.00 Uhr mit dem Abendessen und einem Gewitter über Straubing, welches uns ein imposantes Farbenspiel darbot.
Am Sonntag, nach dem Frühstück, hieß es zunächst die persönliche Ausrüstung zu verladen, sowie die Unterkunft zu reinigen. Im Anschluß ging es zurück zum WSA Hafen, um die Boote von dort zu unserer Slipstelle zu verlegen und mit dem Rückbau zu beginnen.
Nach Verladung der Ausstattung erfolgte gegen Sonntagmittag die Rückfahrt nach Landshut, wo nach dem Eintreffen die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wurde.
Fazit: Es war allen Teilnehmern möglich das Erlernte vom Bootsführerschein wieder einmal in die Praxis umzusetzen, sei es Schleusen, Positionslichter oder Verkehrszeichen. Jeder freut sich bereits jetzt auf das nächste Mal.
Unser Dank gilt hier natürlich den Kameraden und Kameradinnen des OV Straubing, ohne deren tatkräftige Unterstützung ein so erlebnisreiches und tolles Wochenende nicht möglich gewesen wäre.

Bericht: Dorn, Obermaier
Bilder: Obermaier, Kräh, Müller