Evakuierung wegen Entschärfung einer Fliegerbombe
Landshut 29./30.11.2017 – In den Nachmittagsstunden des 29. November 2017 wurde bei Bauarbeiten auf einem Grundstück im Bereich Luitpoldstraße / Rupprechtstraße eine 50 kg Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg aufgefunden. Die Bombe wurde bei Baggerarbeiten auf einem Baugrundstück teilweise freigelegt. Nach einer ersten Begutachtung durch den zuständigen Sprengmeister vor Ort wur-de in der Sitzung des Führungsstabes der Stadt Landshut, mit allen Hilfsorganisationen, der Polizei, dem Ordnungsamt der Stadt Landshut und dem Sprengmeister, das weitere Vorgehen abgestimmt. Die Entschärfung wurde für den nächsten Vormittag terminiert und ein Evakuierungsradius von 150 Meter rund um den Fundort der Bombe festgelegt. Hiervon waren rund 450 Einwohner im Landshuter Nikolaviertel und eine der Hauptstraße durch die Stadt Landshut betroffen.

Noch am Mittwochabend begannen rund 50 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Technischen Hilfswerk damit, alle von der Evakuierung betroffenen Personen in ihren Wohnungen aufzusuchen, persönlich zu informieren und auch etwaige besondere Umstände wie gesundheitliche Einschränkungen, Haustiere und dergleichen abzufragen. Von Seiten des THW Landshut wurden mehrere Wohnblöcke im Bereich des Heuweg überprüft. Insgesamt wurden 17 Personen angetroffen, die auf Grund verminderter Gehfähigkeit oder anderer gesundheitlichen Einschränkungen bei der Evakuierung auf die Unterstützung durch den Rettungsdienst angewiesen sind. Gegen 22:30 Uhr war der erste Einsatz in diesem Zusammenhang für die Kräfte des THW Landshut beendet.

Am Donnerstagmorgen wurde gegen 08:00 Uhr durch Feuerwehr, THW, Polizei und den Rettungsdiensten mit der Evakuierung aller Personen aus den betroffenen Objekten begonnen. Durch die Stadtwerke wurden mehrere Stadtbusse zur Verfügung gestellt, um die Betroffenen in ein Ausweichquartier an einer nahegelegenen Schule zu transportieren. Die gesundheitlich einschränkten Personen wurden durch die Rettungsdienste abgeholt und am Ausweichquartier entsprechend versorgt. Die Evakuierungsmaßnahme verlief ohne größere Probleme, da alle Betroffenen den Aufforderungen der Hilfskräfte Folge leisteten, bzw. bereits ihre Wohnungen in Richtung Arbeitsplatz oder Bekannte außerhalb der Evakuierungszone verlassen hatten. Nachdem der gesamte Bereich um den Fundort der Fliegerbombe geräumt war, wurden durch die Polizei Straßensperren eingerichtet und der Sprengmeister konnte mit seiner Arbeit beginnen. Gegen 10:30 Uhr wurde die entwarnende Meldung von Fundort gegen, dass die Bombe entschärft ist. Kurz darauf wurden die Absperrungen aufgehoben und der Einsatz beendet.

Rund 150 ehrenamtliche Hilfskräfte standen während der gesamten Zeit in der Nähe auf Bereitschaft, um bei etwaigen Problemen schnell eingreifen zu können. Das THW Landshut war am Mittwochabend mit 21 Einsatzkräften, bzw. am Donnerstag mit insgesamt 38 Helferinnen und Helfern im Einsatz.

Ein großer Dank gilt der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr Landshut, den Rettungsdiensten und der Stadt Landshut für die sehr gute und problemlose Zusammenarbeit während des gesamten Einsatzes.

Bericht: André Lüdtke (THW Landshut)
Bilder: THW Landshut