52000 Stunden im Dienst für die Gesellschaft
Jahresempfang des THW-Ortsvereins Landshut – Ernst Eck erhält Ehrenurkunde in Gold

Zum Jahresempfang des THW-Ortsverein Landshut sind am vergangenen Freitag auch zahlreiche Ehrengäste mit Oberbürgermeister Alexander Putz an der Spitze in den Bernlochner gekommen. Neben eine Rück- und Ausblick auf vergangene und anstehende Ereignisse wurden etliche Ehrungen vorgenommen. Das Grußwort sprach der CSU-Bundestagsabgeordnete und Präsident der THW-Bundesvereinigung, Stephan Mayer.

Michael Saller, Ortsbeauftragter des THW, eröffnete die Veranstalltung. Er begrüßte neben den Ehrengästen, darunter zahlreiche Stadträte, auch die Zugführer, Vertreter der Wasserwacht, der Feuerwehr, des Helfervereins sowie diverse weitere THW-Ortsvereine. Im Fokus von Sallers Rede sind der Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 2016. Diese wurde von der Hochwasserkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn geprägt. Der THW Landshut war mit großem Einsatz personell und materialtechnisch zugange, um die Schadensbeseitigung vorzunehmen. Es musste in Simbach nicht nur eine riesige Menge von Aufräumarbeiten verrichtet werden – auch Baufachberater wurden vor Ort eingesetzt, um mit Rat zur Seite zu stehen. „Mit Brückenbauteilen wurden behelfsmäßige Übergänge errichtet, verschlammte Keller und mit Unrat versperrte Räume und Straßen frei geschafft“, so Saller in seiner Rede. 2016 leisteten demnach 235 Helfer (inklusive Jugend) knapp 52000 Dienststunden. Der THW vollbringe seinen Dienst aber nicht „nur“ bei Gefahren, sondern sei auch bei städtischen Veranstaltungen in Aktion, beispielsweis bei Flohmärkten oder Prozessionen.

Im Anschluss an Sallers Eröffnungsrede folgte die Ansprache von Alexander Putz. Er bedankte sich für das außerordentliche Engagement des THW. Der Aspekt Sicherheit habe an Priorität zugenommen. „Die Leistungen des THW ist außergewöhnlich,“ so der Oberbürgermeister. Er dankte den Ehrenamtlichen und vor allem der Jugend, die bei nationalen und internationalen Einsätzen stets zur Tat schritten.

Stephan Mayer ging ebenso wie Saller auf den THW-Einsatz Simbach ein. Dort habe der bundesweit größte Trinkwasseraufbereitungseinsatz aller Zeiten stattgefunden. Es wurde in 14 Tagen 5,5 Millionen Liter Trinkwasser produziert. Durch die Zunahme der Intensität der Wetterkapriolen benötigt man zukünftig mehr Personal. Von daher habe das THW nach 2016 (200 Stellen) auch heuer Verstärkung erhalten – es kommen weitere 170 Stellen hinzu.

Anschließend nahm Mayer die Ehrung von Ernst Eck vor, der für 40 Jahre THW-Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen des Freistaates Bayern sowie mit der Ehrenurkunde in Gold der THW-Bundesvereinigung ausgezeichnet wurde. Er erhielt diese Ehrung aufgrund eines außerordentlichen Engagements zum Wohle des THW. Zu seinen vielfältigen Tätigkeiten als Hauptamtlicher Geschäftsführer des damaligen Geschäftsführerbereiches Landshut, die er bis 1993 innehatte.

Außerdem wurden zahlreiche Personen für langjährige Zugehörigkeit zum THW geehrt: für zehn Jahre Marco Hofmann und Tobias Kowalski; für 20 Jahre Manuel Jakab; für 25 Jahre Claudius Haller und Martin Maier und für 50 Jahre Paul Emmler. Das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern für langjährige Zugehörigkeit zum THW erhielten für jeweils 25 Jahre: Harald Behr, Ralf Bormann, Claudius Haller, Sylvia Schwarz und Ahmed Rochdi.

Bericht: Landshuter Zeitung 13.03.2017
Bilder: THW