Öl-Alarm und vollgelaufene Keller
Über 150 Notrufe: Das Gewitter vom Samstag richtet im Landkreis einige Schäden an. Am Samstag zog zwischen 15 und 17 Uhr ein schweres Gewitter über den zentralen Landkreis. Starkregen, Hagel und Windböen legten den Verkehr teilweise lahm, überschwemmte Keller und überfluteten Straße. Binnen weniger Minuten hatten die Verantwortlichen in der Integrierten Leitstelle (ILS) rund 150 Notrufe abzuarbeiten. Am schwersten betroffen war die Marktgemeinde Ergolding, sowie Essenbach und Niederaichbach. Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden.

Am Samstg um 15.25 Uhr kam es aufgrund der starken Regenfälle zur Überflutung einer Garage in der Rottenburger Straße in Ergolding. Dabei wurden zwischen zehn und 15 Kanister mit Öl aus der Garage geschwemmt und ein angrenzendes Nachbargrundstück in einer Fläche von 300 Quadratmetern überschwemmt.

Bei dem Vorfall ist auch eine geringe Ölmenge ausgetreten. Das Öl wurde von den eingesetzten Feuerwehren Ergolding, Achdorf und Landshut gebunden und abgeschöpft. An der Einsatzstelle waren weiterhin Bedienstete des Landratsamtes Landshut und des Wasserwirtschaftsamtes Landshut. Derzeit wird von keiner Umweltschädigung ausgegangen. Die Polizeiinspektion Landshut hat die Ermittlungen aufgenommen.

Auch das THW war am Samstag bis gegen 19 Uhr im Einsatz. Im Landkreis wurden bei dem Gewitter die Verbindungsstraße von Niederaichbach nach Oberaichbach mit Schlamm überschwemmt. Zusammen mit der Feuerwehr gelang dem THW, die Straße von Schlamm- und Kiesmassen mit dem schweren Bergungsräumgerät (Radlader) zu befreien. Auch die LA17 wurde in Höhe der Gretlmühle freigeräumt. Dabei waren insgesamt 15 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerk im Einsatz.

Der Hagelsturm wütete auch über Niederaichbach. Als am Samstag kurz vor 14 Uhr düstere Wolken aufzogen, und kurze Zeit später der Himmel scheinbar alle Schleusen auf einmal öffnete, blieb auch Niederaichbach vom Regen- und Hagelchaos nicht verschont. Die Feuerwehr musste an der Franz-Pusl-Straße mehrere Keller leer pumpen oder mit Unterstützung des Bauhofs Straßen von angeschwemmten Sand und Kies befreien. Vor massiveren Schäden blieb das Gemeindegebiet nach bisherigen Erkenntnissen jedoch verschont.

Wie die Verantwortlichen der neuen Integrierten Leitstelle in Landshut mitteilten, seien binnen weniger Minuten rund 150 Notrufe eingegangen. Auch waren die Mitarbeiter der ILS bestens vorbereitet und hatten ein Team von zehn Mann zusammengestellt, um die Notrufe abzuarbeiten. Alleine im Marktgemeindegebiet Ergolding mussten die Feuerwehrmänner zu 72 Einsätzen ausrücken - vor allem pumpten sie vollgelaufene Keller aus. So hatte die neue ILS am Samstag ihre Feuertaufe bestens bestanden und, so habe die Zusammenarbeit und Koordination bestens funktioniert.
-fa-

Bericht: Landshuter Zeitung 09.06.2008
Bilder: Landshuter Zeitung