Medizinische Hilfe für die Krim

25 Betten und jede Menge Gerät ist unterwegs nach Sewastopol

Dort helfen, wo es am dringendsten gebraucht wird", hat sich der eingetragene Verein "Güte ohne Grenzen" auf die Fahnen geschrieben.

Am gestrigen Donnerstag startete ein Hilfstransport auf die Krim. In Sewastopol warten schon zwei Klinikeri auf die dringend benötigten Betten und medizinischen Instrumente, die vom Kreiskrankenhaus Achdorf zur Verfügung gestellt wurden.

"Wir fahren mit unserem 40-Ton- ner rund 50 Stunden", erklärt der THW-Ortsbeauftragte für Landshut, Rudolf Skalitzky. Das THW führt den Transport durch, begleitet wird der 40-Tonner auf den rund 2400 Kilometern von einem Begleitfahrzeug. "Es war ein großer Verwaltungsaufwand, die ganzen Genehmigungen zu bekommen - uns hat aber das .ukrainische Generalkonsulat in München bestens unterstützt", meint Mit-Organisator Stephan Koller.

Am Samstag Abend werden die Helfer in Sewastopol erwartet. Dann werden die 25 Krankenhausbetten, Babywärmebetten, OP-Leuchten, OP-Besteck und ein Blutgasanalysegerätentladen. "Nachdem das Kreiskrankenhaus Achdorf immer auf dem neuesten
technischen und medizinischen Stand ist, wurden diese voll funktionsfähigen Betten und Geräte vor Kurzem ausgesondert - und da liegt es nahe, dass wir diese einem karitativem Zweck zur Verfügung stellen", berichtet Marlies Flieser-Hartl von LaKuMed.

Um die Verhältnisse in den beiden Kliniken in Sewastopol besser beurteilen zu könne, ließ sich Stephan Koller einige Bilder zusenden. Sie dokumentieren, in welchen ärmlichen Verhältnissen dort medizinisch gearbeitet werden muss. "Telweise liegen Patienten auf Matratzen auf dem Boden", sagte Koller. Inititor der Aktion "Güte ohne Grenzen" ist die in München lebende Künsterlerin Svetlana Noboka. Sie hat ihr Sommeratelier auf der Krim und weiß über die Verhältnisse dort bestens bescheid.

Unterstützt wird die Hilfsleiferung aus Landshut vom Architekturbüro Leinhäupl, dem Landshuter Brauhaus, den Festzeltbedtrieben Widmann und natürlich dem Technischen Hilfswerk. "Die Männer vom THW sind einfach unerlässlich, denn sie haben schon zahlreiche ähnliche Transporte durchgeführt und haben einen breiten Erfahrungsschatz", meinte Stephan Koller.

Michael Faß
Landshuter Zeitung 14.11.2008