THW sichert Stromleitungen mit Sandsäcken

Mit 3000 Sandsäcken wurden die Starkstromleitungsbündel unterbaut und damit die anliegenden Zugkräfte abgefangen.

Um 9.17 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Landshut (ILS) auf Anforderung des Wasserwirtschaftsamtes und den Stadtwerken Landshut die schnelle Einsatzgruppe des THW Landshut. Nach dem sich der Fachberater des THW ein Bild vor Ort verschafft hatte, wurde die Alarmstufe für den Ortsverband erhöht und mit dem Füllen von Sandsäcken in der Unterkunft begonnen. Die Personalstärke wurde auf 50 Einsatzkräfte angehoben. Parallel zu diesen Arbeiten sicherten die Spezialisten des THW die Randstücke der unterspülten Straße und trennten diese ab. Auch die Stromleitungen wurden von der Restlast des Erdreiches mit Schaufeln befreit.
Nachdem die Baufirma - die seit dem Unglück im Schichtbetrieb durcharbeitete - den Seitenstreifen befestigt hatte, begannen die Unterbauarbeiten. Zusammen mit den beiden Raupenbaggern der Baufirma brachten die Einsatzkräfte des THW Landshut 3000 Sandsäcke in die Erdmulde und verbauten diese zu Stützmauern unter den hängenden Stromleitungen. Damit konnte ein weiteres Durchbiegen der Stromleitungen und somit weitere Beschädigungen verhindert werden.
Im Anschluss an diese Sicherungsmaßnahmen durch das THW konnte die Baufirma mit dem Auffüllen der Zwischenräumen unter den Stromleitungen und der Straßenführung beginnen.
Vor Ort koordinierte Zugführer Stefan Simnacher die insgesamt 50 Einsatzkräfte des THW Landshut mit seiner Führungsstelle. Von der Unterkunft wurden die abgefüllten Sandsäcke mit zwei LKW-Kippern und einem schweren geländegängigen LKW mit Anbaukran zur Einsatzstelle transportiert. Der Ortsverband Mühldorf / Inn unterstützte den Einsatz mit der Zuführung von weiteren 1000 leeren Sandsäcken.


Wochenblatt 16.01.2011