186 Helfer leisteten 59030 Dienststunden
Ortsbeauftragter Michael Saller gibt beim THW-Jahresempfang Entwarnung bei der Finanzlage. Ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr liegt hinter dem Technischen Hilfswerk (THW) Landshut. Insgesamt 59030 Dienststunden haben die 186 aktiven Helfer geleistet, sagte Ortsbeauftragter Michael Saller beim THW-Jahresempfang am Freitagabend in den Bernlochner Sälen. Erfreuliches konnte er zum Thema Finanzen berichten. War die Lage in den vergangenen Jahren äußerst angespannt, sei es heuer gelungen, den diesjährigen Haushalt so zu gestalten, dass ein „auskömmliches Handeln gegeben ist“. Trotz dreier Bürgermeisterkandidaten unter den Gästen sei dies keine Wahlveranstaltung, sagte Saller zur Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Geistlichkeit, Feuerwehr und Bundeswehr sowie aus den eigenen Reihen. Nachdem sich in den vergangenen Jahren die finanzielle Lage des THW immer mehr verschärft hatte, konnte Saller am Freitagabend – vorerst – Entwarnung geben. „In mühevoller Arbeit ist es gelungen, die zuständigen Stellen und die Politiker von der Notwendigkeit einer finanziellen Aufbesserung zu überzeugen. “Seit langer Zeit sei es dem Ortsverband nun möglich, verbrauchte Ausstattung zu ersetzen und fehlende zu ergänzen.

Einsätze im In- und Ausland

2015 sei aus Sicht des THW ein arbeitsintensives Jahr gewesen. Neben Ereignissen wie dem Brand der Matratzenfabrik in Reisbach im Februar 2015, dem Burgfest der Förderer und dem Tag der Hilfsorganisationen seien es vor allem der G7-Gipfel in Elmau sowie die Unterstützung bei der Flüchtlingsversorgung in Landshut, Straubing und Erding gewesen, die den Einsatz des THW gefordert hatten. Beim G7-Gipfel kümmerte sich das THW um die Beleuchtung des sogenannten Sicherheitsbereiches, also eine Strecke von 16 Kilometern um den Tagungsort. Dafür wurden 670 eigens dafür konstruierte und gebaute Beleuchtungskörper eingesetzt. Mehr als 7500 Einsatzstunden erbrachten die Mitglieder des THW Landshut bis zum 14. Juni 2015. Auch bei der Bewältigung des Flüchtlingsansturms hat das THW beigetragen. 2296 Arbeitsstunden leisteten die ehrenamtlichen Helfer allein in Landshut. Zu ihren Aufgaben gehörten nicht nur der Aufbau von Zelten neben der ehemaligen Wäscherei des Klinikums sowie das Bestücken und Ausräumen des großen Zelts auf der Grieserwiese, sondern auch die Betreuung der Ankunft und Abfahrt der Flüchtlinge bei Tag und bei Nacht. Aber nicht nur im Inland ist das THW Landshut im Einsatz, sagte Saller. Florian Zenk half zwischen 20. Januar und 6. März 2015 zum wiederholten Male in Jordanien, um dort beim Bau von Flüchtlingslagern zu helfen. Auch nach dem schweren Erdbeben in Nepal eilten Florian Zenk und Rudolf Hattenkofer
in das betroffene Gebiet, um dort Hilfe zu leisten. Saller würdigte in seinem Bericht zudem den im Januar verstorbenen Dr. Herbert Huber, Ehrenortsbeauftragter und Ehrenmitglied des örtlichen Helfervereins. Als Ortsbeauftragter von 1967 bis 1992 sei Huber einer seiner Vorgänger gewesen, sagte er. In seine Amtszeit seien zahlreiche für den Ortsverband wichtige Ereignisse gefallen, unter anderem der Ausbau der ehemaligen Unterkunft an der Schützenstraße, 1976 die Gründung der Jugend Landshut und 1982 die Gründung des örtlichen Helfervereins. Oberbürgermeister Hans Rampf wies in seinem Grußwort nochmals auf die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Arbeit hin. So seien auch in der Stadtverwaltung nicht alle Amtsleiter begeistert davon gewesen, dass Mitarbeiter dem Ruf nach Hilfe an der Grieserwiese gefolgt waren. „Da hat die Stadt ein Machtwort sprechen müssen“, sagte Rampf. Der Oberbürgermeister würdigte auch die sehr gut organisierte Jugendarbeit des THW, für das es auch mit dem Drei-Helmen-Preis ausgezeichnet worden war.

Die Geehrten beim THW
Urkunde für 40 Jahre:
Ernst Eck, Klaus Kollmeder, Helmut Malik

Urkunde für 30 Jahre:
Walter Behmer, Bianca Deutsch, Michael Forster, Sascha Hofstetter, Peter Hohenester, Christian Ring, Alexander Winkler

Urkunde für 25 Jahre:
Harald Behr, Ralf Borrmann, Veronika Herrndobler, Sylvia Kräh, Christoph Payer, Hans Schmidbauer

Urkunde für 20 Jahre:
Michael Ebner, Stefan Huber, Andrea Winkler

Urkunde für 10 Jahre:
Judith Angerer, Valentin Bayersdorfer, Melina Becher, Stephan Biberger, Carina Brenner, Enrico Fischbach, Marcus Fritz, Barbara Maier, Janine Märkl, Christina Pirkl, Patrick Simnacher, Wenke Schuller, Kathrin Wintersberger

Urkunde Freistaat Bayern für
langjährige Tätigkeit im Katastrophenschutz für 40 Jahre:
Helmut Malik

Urkunde für 25 Jahre:
Veronika Herrndobler, Christoph Payer, Hans Schmidbauer

Bericht: Landshuter Zeitung 21.03.2016
Bilder: Landshuter Zeitung 21.03.2016, THW Landshut