Das Leid der Leute kann nicht gemildert werden
Simbach/Landshut 21.06.2016 - Vom ersten Tag an war der Ortsverband Landshut des THW im Einsatz, um Betroffenen im vom Unwetter heimgesuchten Landkreis Rottal-Inn zu helfen. Bis heute wurden dabei von 95 Helferinnen und Helfern aus Landshut 3.800 Einsatzstunden geleistet. Insgesamt waren es bis jetzt vierzehn Einsatztage. Am kommenden Freitag und Samstag wird noch einmal ein Helfer in den Einsatz gehen. Sein Einsatzauftrag wird dann der Transport von Brückenbauteilen in das Schadensgebiet sein. Nahezu alle Teileinheiten und Fachgruppen des Ortsverbandes mit Ausnahme der Fachgruppe "Sprengen" waren vor Ort.

Im Einzelnen wurden folgende Einsatzaufträge abgearbeitet:
- Entsendung eines Fachberaters THW sowie eines Führungsgehilfen für die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Rottal-Inn in Pfarrkirchen.
- Fachgruppe Wassergefahren – Bereitstellung eines Bootes mit Besatzung für eventuelle Personenrettungen bzw. Arbeiten auf und an Gewässern.
- Fachgruppe Beleuchtung – Ausleuchten von Einsatzstellen, damit auch bei Nacht die anstehenden Arbeiten durchgeführt werden konnten.
- Fachgruppe Räumen – Behelfsmäßiger Straßen- und Wegebau sowie Räumen von Straßen, Wegen und Grundstücken von Schlamm, Schwemmgut und Unrat mit dem Bergungsräumgerät (Radlader).
- Zugtrupp – Führung und Koordinierung von Teileinheiten des THW und Freiwilligen in zugewiesenen Untereinsatzabschnitten. Beispielsweise wurden bis zu fünf Räumgruppen THW sowie viele private Baufahrzeuge wie Kipper oder Kleinbagger koordiniert.
- Bergungsgruppen – Auspumpen von überfluteten Räumen, Räumen von Gebäuden von Schlamm, zerstörten Inventar und Schwemmgut, Aussteifen und Abstützen angeschlagener bzw. einsturzgefährdeter Gebäude und Gebäudeteile.
- Baufachberater – Alle drei Baufachberater des OV Landshut waren vor Ort in der Stadt Simbach am Inn aber auch im Landkreis Rottal-Inn eingesetzt um angeschlagene Gebäude zu inspizieren und ggf. bei einsturzgefährdeten Objekten Abstützmaßnahmen einzuleiten oder mit Vertretern des Landkreises und der Polizei ein Betretungsverbot auszusprechen. Im schlimmsten Fall wurden oder werden solche Objekte abgerissen.
- Leitungs- und Koordinierungsstab (LUK OV) im Ortsverband – Annahme und Umsetzung von Einsatzaufträgen durch die übergeordneten Dienststellen des THW, die Geschäftsstelle Mühldorf oder dem Landesverband Bayern in München. Abfragen und Alarmierung von benötigten Helferinnen und Helfern. Führen und ständige Aktualisierung einer OV-internen Lagekarte. Bereitstellung von benötigter Ausstattung. Nach den einzelnen Tageseinsätzen Grundreinigung von verschmutzter Einsatzbekleidung. Allgemeine Verwaltungsaufgaben.
- Sonderaufgaben – Zulieferung von Sandsäcken von Landshut nach Simbach am Inn und Transport von Brückenbauteilen zu den bisherigen zwei Aufbauorten im Landkreis Rottal-Inn.

Der Ortsverband Landshut hat in diesem Einsatz wieder einmal seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Die eingesetzten Helferinnen und Helfer aus Landshut haben mit ihrer Arbeit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den Menschen in diesem äußerst stark betroffenen Einsatzgebiet zumindest eine erste Hilfe gebracht. Das Leid der Leute, die ihr ganzes Hab und Gut verloren haben kann nicht gemildert werden.


Bericht: Wochenblatt 21.06.2016 -red
Bilder: THW Landshut